7 Tage Heilfasten mit Säften, Tee, Wasser – Erfahrungen, Gedanken und Anleitung zum Saftfasten🥕

Die Idee zum Heilfasten kam mir in der Zeit, in der ich bereits 2 Wochen „Social-Media Heilfasten“ durchgezogen hatte. Ein weiterer Impuls habe ich durch das Hörbuch „Der Pfad des friedvollen Kriegers“ bekommen, welches ich ebenfalls zu dieser Zeit angehört habe – Danke an meine liebe Seelenfreundin Dilara, die mir dieses Hörbuch empfohlen hat. Ein klasse Hörbuch! Dies gibt es sogar bei Spotify.


Es schien also sehr gut zu passen und es fühlte sich natürlich an. Ich startete meine Recherche an dem Tag, an dem ich auch vorhatte das Heilfasten zu starten. Durch Google hatte ich schnell etliche Informationen und Empfehlungen zusammen und habe mir einen eigenen kleinen Plan geschrieben, den ich nun mit dir teile.


Geschichte vom Fasten:


Menschen fasten seit tausenden von Jahren aus den verschiedensten Gründen. Traditionell lässt sich seit jeher in allen Kulturen und Religionen eine Zeitspanne des Fastens zurückverfolgen. Eine beschränkte Zeit, in der sich der Mensch ganz bewusst für eine Versorgung ohne feste Nahrung und damit verbundene innere Reinigung des Körpers entschieden hat.


Was ist Saftfasten?:


Das Saftfasten ist keine Diät, sondern eher eine Möglichkeit, den Organismus über einen begrenzten Zeitraum etwas zu entlasten - Saftfasten soll den Stoffwechsel entlasten und das natürliche basische Gleichgewicht des Körpers wieder herstellen. Außerdem kann Saftfasten die Möglichkeit bieten, die eigenen Ernährungsgewohnheiten generell zu überdenken. Getrunken werden täglich bis zu sieben Gläser, ca. 2 Liter verdünnter Obst- und Gemüsesaft. Dazu reichlich Wasser und Tee. Bewegung wird empfohlen.


In der Zeit des Heilfastens "verzichtest" du auf:

Zigaretten, Drogen, Kaffee, Zucker.


Grundsätzlich ist zu sagen, dass ich bereits vor meinem Plan zu fasten, sehr bewusst und überwiegend gesund (Vegetarisch & Vegan) gelebt habe. Das regelmäßige Rauchen habe ich bereits vor 1,5 Jahren sein lassen, meine letzte „ab-und-zu-Zigarette“ ist ebenfalls ein halbes Jahr her. Mein Alkoholkonsum ist in den letzten Jahren von 150 % zu fast 0 % gesunken und ein Fan von Kaffee war ich auch noch nie. Also waren meine Voraussetzungen gut. Schau also individuell, wie so ein Heilfasten zu dir und deinem Leben passt. Grundsätzlich wird eine Vorbereitung von 1 bis 3 Tagen empfohlen. In denen bereitest du dich auf das tatsächliche Fasten mit gesunden und weniger Mahlzeiten vor. Wenn du noch nie gefastet hast, empfehle ich dir eine längere Vorbereitung. Wenn du besonders viel Kaffee trinkst, kann es sein, dass du durch den "Entzug" vom Koffein starke Kopfschmerzen bekommst. Trinke genug Wasser und gönn dir viel Ruhe.


Ich habe das Glück, genug Zeit zu haben. Derzeit bin ich auf einem Zwischenstopp meiner Weltreise. Es ist Januar 2021 und ich lebe über den Winter bei einer Familie in Österreich und habe keine Anstellung. Somit genug Zeit, um das Fasten in Ruhe durchzuführen. Du solltest dir genug Raum geben und damit auch genug Zeit. Nimm dir am besten Urlaub und versuche nicht viel in dieser Zeit zu planen, sondern nimm dir ganz bewusst diese Zeit für dich. Lasse deine Familie und Freunde wissen, dass du in dieser Zeit Ruhe brauchst und evtl. nicht immer zu erreichen bist. Besorge dir Bücher, die du schon lange mal lesen wolltest und worauf du dich freuen kannst. Baue jeden Tag einen ausgiebigen Spaziergang, am besten in der Natur, ein.


Na, ich habe gut reden, ich habe es ja selbst noch nie versucht und bin gespannt, wie es mir in den nächsten Tagen ergehen wird. Ich nehme dich hier ein wenig mit in meine Gefühls- und Darmwelt. 😂


Bevor du startest, solltest du dir Gedanken machen, ob du deine Säfte selber mit einer Saftpresse herstellen möchtest oder du auf fertige Säfte zurückgreifst. Natürlich sind die selbst gepressten Säfte gesünder, beanspruchen aber ein wenig mehr Zeit und Vorbereitung als die gekauften Säfte. Achte besonders auf die Qualität von Obst und Gemüse. Diese sollten in Bio Qualität eingekauft werden. Bei den Säften solltest du ebenfalls auf die Inhaltsstoffe achten. Kein zugefügter Zucker und wenn möglich ebenfalls Bio Qualität. Ich habe mich für selber machen entschieden, daher kann ich dir keine Säfte empfehlen. Weiter unten habe ich dir ein paar Rezepte zum Selbermachen eingefügt 😊.


Ich habe mich für 7 Tage entschieden, zwei Tage vorbereitung und 5 Tage Saftfasten:


Tag 1 + 2


Vorbereitung auf die 5 Tage Fasten:


· Leichte, basische Kost und kleinere Portionen

· Natur Reis, gedünstetes Gemüse, Salat, Obst, viel Wasser und Tee


Diese beiden Tage liefen super, ich hatte zwar ab und an etwas Gelüste aber diese haben nicht lange angehalten, da mein Wille, das Fasten zu schaffen, stärker war. Zeitweise hatte ich ein wenig Kopfschmerzen, diese vergingen aber bei einem langem Spaziergang in der Natur.


Tag 3


Am Morgen fühlte ich mich super leicht und fit. Bei meiner morgendlichen Yoga Routine fühlte ich mich wie eine Feder! 😄


Jetzt geht das eigentliche Saftfasten los. Am ersten Tag der Saftfastenkur wird empfohlen, eine Darmleerung durchzuführen. Ich habe mich für die Variante mit Glaubersalz entschieden. Es werden 30 g Glaubersalz in 0,5 Liter lauwarmes Wasser aufgelöst und innerhalb von 15 Minuten getrunken. Glaubersalz bekommst du in jeder Apotheke. Im Internet werden auch noch andere Methoden genannt, z. B. Flohsamen, da könnt ihr selbst schauen, was euch anspricht.


Schon nach ca. einer Stunde ging es los… Ich fühlte mich wie damals in Vietnam, als ich dort eine Lebensmittelvergiftung hatte und ebenfalls wässrigen Durchfall hatte. 😁 Nichts anderes passiert bei einer Darmentleerung. Durch das Salz (ich kann nicht genau beschreiben, warum) wird der Darm so angeregt, dass sich alles entleert. Ein komisches Gefühl, denn mir ging es total gut, habe aber mega Durchfall… 😅.


Als das Gröbste durch war, bei mir nach ca. 2,5 Stunden, habe ich mir das erste Mal in meinem Leben eine Leberwickel gemacht. Auch diese wird empfohlen, da die Leber in der Zeit des Fastens sehr beansprucht wird und die Wickel wohltuend für sie ist. Ist ganz einfach und da habe ich eine gute Grafik gefunden:



Es tat wirklich sehr gut, einfach die Wärme auf dem Bauch zu spüren und zu entspannen. 💖 Diese Wickel kannst du begleitend in deine Tagesroutine einplanen. Am Abend habe ich mir meinen ersten Abendsaft "Pear on fire" mit einer Saftpresse vorbereitet.


Hier ein paar Rezepte, die mich besonders angesprochen haben:


1. Rezept für Saftkur: Green Booster 2 mittelgroße Äpfel (etwa 280 Gramm) 1/2 Salatgurke (etwa 300 Gramm) 2 handvoll frischen Spinat (etwa 120 Gramm) 1 Limette (etwa 80 Gramm) 1 Stange Stangensellerie (etwa 30 Gramm) 1/3 Bund Petersilie sowie je nach Flüssigkeitsgrad stilles Mineralwasser 2. Rezept für Saftkur: Ginger Sunrise 4 mittelgroße Karotten (etwa 280 Gramm) 2 mittelgroße Äpfel (etwa 280 Gramm) 1 Orange geschält (etwa 120 Gramm) 1/2 Rote Beete (etwa 70 Gramm) 1/2 Zitrone (etwa 40 Gramm) 1 handvoll Basilikum 1 kleines Stück Ingwer (etwa 2cm oder 8 Gramm) sowie je nach Flüssigkeitsgrad stilles Mineralwasser 3. Rezept für Saftkur: Pear on fire 2 mittelgroße Birnen (etwa 300 Gramm) 1 Rote Beete Kugel (etwa 140 Gramm) 1 mittelgroße Zucchini (etwa 200 Gramm) 1 mittelgroßer Apfel (etwa 140 Gramm) 1/2 Zitrone (etwa 40 Gramm) 1 Prise Cayennepfeffer sowie je nach Flüssigkeitsgrad stilles Mineralwasser 4. Rezept für Saftkur: Holy Kale 4 handvoll Grünkohl (etwa 350 Gramm) 2 Kiwis (etwa 160 Gramm) 2 handvoll frischen Spinat (etwa 120 Gramm) 1 Orange geschält (etwa 120 Gramm) 1/2 Salatgurke (etwa 300 Gramm) 1/2 Bund Minze (etwa 10 Gramm) sowie je nach Flüssigkeitsgrad stilles Mineralwasser


Es wird empfohlen, nicht mehr als 2,5 Liter verdünnten Saft, 1 Teil Saft, 2-3 Teile Wasser am Tag zu trinken. Wasser und ungesüßten Tee kannst du so viel wie du möchtest trinken. 🍵


Außer etwas Schwäche ging es mir vorm ins Bett gehen super. Ich war stolz, bereits drei Tage ohne Süßigkeiten (I LOVE CHOCOLATE 🍫😄) auszukommen.


Tag 4


6:00 Uhr Morgens, ich wache geschwitzt auf… Mist ich bemerkte, als ich langsam wach wurde, dass mein Kreislauf ziemlich im Eimer ist. Ich wusste nicht ganz, was ich machen sollte. Langsam merkte ich auch, dass ich dringend aufs Klo muss, Durchfall noch vom Vortag 😅. Aber ich wusste auch, wenn ich aufstehe, werde ich nicht lange stehen bleiben. Ein ziemlich beschissenes Gefühl! 😏 Ich sammelte mich und meine letzten Kräfte und lief so schnell ich konnte aufs Klo, ich schaffte es, merkte aber, sobald ich auf der Kloschüssel saß, dass ich mich ganz schnell wieder hinlegen muss, da mir nun auch noch übel war… Jetzt hatte ich eindeutig einen Flashback von meiner Erfahrung in Vietnam. Erschöpft legte ich mich für einige Minuten auf den Badezimmer Teppich und rannte dann zurück ins Bett.


Zum Glück wohnte ich bei der tollen Familie und Maria kümmerte sich am Morgen um mich. Wir beschlossen, dass das reine Saftfasten nicht gut für mich und meinen Körper ist, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Auf der einen Seite war ich kurz enttäuscht, dass ich es „nicht schaffe“, aber auf der anderen Seite habe ich viel über meinen Körper und mich lernen können. Am Abend ging es mir wieder gut! 😊


Tag 5 + 6 + 7


Ich habe das Fasten auf mich und meinen Körper angepasst. Wie ich oben schon nannte, ist meine Ernährung bereits sehr gesund. Die verbliebenen Tage habe ich auf künstlichen Zucker und andere industrielle Lebensmittel verzichtet. Dh. viel Obst, Gemüse und andere gesunde, basische, Lebensmittel standen auf dem Menü. Meine Mahlzeiten habe ich etwas verkleinert und nach 18:00 Uhr habe ich nichts mehr gegessen. Ebenfalls habe ich darauf geachtet, ob ich wirklich hunger habe. Meistens essen wir aus Gewohnheit, Langeweile oder Geselligkeit. Daher tut es unglaublich gut, wieder eine Verbindung mit seinem Körper aufzubauen. Ich habe festgestellt, dass ich morgens mehr aus Routine esse, nicht aber, weil ich wirklich richtig hunger habe. Also habe ich mein Frühstück auf nach dem Spaziergang verschoben.


Tag 8


Fastenbrechen: Klassisch wird das Fasten mit einem geriebenen Apfel "gebrochen".


Die Dauer der Aufbautage richtet sich nach der Dauer der Fastentage:

  • 7 Tage fasten = 2 Tage Fastenbrechen

  • über 10 Tage fasten = 3 Tage Fastenbrechen

  • über 14 Tage fasten = 5 Tage Fastenbrechen

Es ist wichtig, nicht wieder in die alten Gewohnheiten zu verfallen und den Magen und Darm langsam vorzubereiten. Wie schon ein paar mal hier genannt, starte mit basischen Lebensmitteln und kleinen Portionen. Hier eine Übersicht mit basischen Lebensmitteln:


Basische Lebensmittel
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Es war definitiv eine wertvolle Erfahrung, auch wenn das reine Saftfasten für mich, zu diesem Zeitpunkt, nicht "erfolgreich" war. Das ist vollkommen in Ordnung. Ich kann auf jeden Fall empfehlen, dass du es einfach mal ausprobierst. Du wirst merken, ob es dir gut tut oder nicht. Höre auf deinen Körper. Gehe nicht über Grenzen oder ignoriere Anzeichen. Mir ist auch eingefallen, dass ich in derselben Woche meine Periode bekomme. Vielleicht war auch dies ein Grund, dass mein Körper sehr schwach war und mehr Energie forderte. Wenn du mit dem Mondkalender lebst, oder dies versuchen möchtest, beim abnehmendem Mond, Neumond oder Vollmond Tag wird empfohlen, mit dem Fasten zu starten.


Generell ist es wichtig, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Unabhängig vom Fasten wünsche ich mir, dass du deinem Körper Gutes tust, er ist dein Zuhause, solange du auf der Erde wohnst 😊. Es ist wichtig, dass du deinen Darm nicht übersäuerst, denn ein übersäuerter Darm ist Ursache für viele weitere Krankheiten. Wenn du dazu mehr wissen möchtest, schreibe ich auch gerne zum „Darm“ ein paar Worte. 🤗


Viel Spaß beim bewussten Ernähren, Heilfasten, lernen und erholen.
















Deine spirituelle Abenteurerin


Maike




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